Showing I, Theater Stadelhofen, 30. & 31.Januar 2020

“I’d really like to by my own fantasy” ft. Madonna und Hure (Mariella Königshofer)„Worin lag wohl für Lolita das Ideal der Reinheit und der Unschuld, das sie für Humbert verkörperte?“ - Ausgehend von ihrem eigenen sisyphosartigen Versuch, Subjekt ihrer eigenen Fantasie zu werden, zeigt Mariella Königshofer eine Performance mit Objekten der Kunst und Industrie mit dem gleichen Problem.

"The stranger in the woods" (Sara Käser)Wie ist es in der heutigen Zeit möglich, fast dreissig Jahre unentdeckt im Wald zu leben? Und was hat der Fremde eigentlich im Wald gesucht? Sara Käser fühlt der Erlebenswelt von Christopher Knight in Form einer dokumentarischen Klang-Performance auf den Grund. 

 

"84’523 zufällige Treffen" (Isabel Vogel)Janina Turek - eine Frau, die ihren Alltag minutiös über fast sechzig Jahre schriftlich dokumentiert und protokolliert hat. Für Isabel Vogel ist sie die Grundlage für die Frage nach dem Sinn und Sinnlichen im Erinnern. Eine bewegte Ding-Performance zwischen Anordnung, Kategorisierung und Zuschreibung, die aus dem Einzelbeispiel eine Allgemeingültigkeit herauskitzelt. 

 

"Hier stimmt was nicht!" (Benno Muheim)
Was lebt in den Dingen weiter, wenn der Mensch stirbt? K. Püntener besuchte bis in die 30er Jahre Spukhäuser im ganzen Alpenraum; und sammelte Quellen parapsychologischer Phänomene. In der Hörspiel-Performance mit Objekten versucht Benno Muheim, Pünteners Faszination für den Spuk und seine persönliche Begeisterung für Dinge, die von Leben erzählen, zu vereinen.
 

"Wer spielt hier mit wem?" (Stephan Eberhard)
Der Japaner Akihiko Kondo heiratet vor ca. einem Jahr Hatsune Miku – eine virutelle Pop-Sängerin, ein Hologram. Mit althergebrachten und künstlich-intelligenten Spielsachen schafft Stephan Eberhard eine Spielzeug-Performance zur Frage, wie Roboter und Künstliche Intelligenz unsere Vorstellungen von Freundschaft und Liebe verändern.